Mit dieser Funktion erfolgt die Festlegung des Kabelverlaufs sowie die Bestimmung der Kabeltypen der Stich- und Gruppenkabel, wobei in einem Zug neue Kabel erzeugt, vorhandene Kabel verwendet  und vorhandene Kabelverläufe ganz oder teilweise übernommen werden können. Ferner kann der vorhandene Kabelverlauf eines Objektes geändert werden.

Wahl der zu verkabelnden Objekte

Die Wahl der zu verkabelnden Objekte kann zum einen direkt durch Auswahl eines Objektes, zum anderen indirekt durch die Wahl eines Stichkabels erfolgen.

Wird ein Objekt gewählt, so ergibt sich zunächst der gleiche Ablauf wie bei der Funktion Stichkabel mit Adergruppen einfügen.

Bei der Wahl eines Stichkabels wird das dazugehörige Objekt sowie die Gruppenkabel, in denen das Stichkabel bereits verlegt ist, automatisch markiert. Es besteht die Möglichkeit, mehrere Objekte bzw. Stichkabel zu wählen.

Sonderfall: Objekt ohne Verkabelungsdaten gewählt

Wird als zu verkabelndes Objekt genau EIN Objekt gewählt und sind für dieses Objekt keine Verkabelungsdaten hinterlegt, wird eine Dialogbox aufgeschaltet, in der die Verkabelungseigenschaften interaktiv bestimmt werden. Dem Objekt können maximal drei unterschiedliche Adergruppen zugeordnet werden. Jede gewählte Adergruppe muss hinsichtlich der Eigenschaften „Kabelkatalogvariante", „Aderbedarf", „Verseilung", „Aderzahlverlaufsvariante" und „Adergruppenverlaufsvariante" spezifiziert werden.

Festlegung des weiteren Kabelverlaufs

Die Festlegung des weiteren Kabelverlaufs dient der Bestimmung von unbekannten und bekannten Kabeln, in denen das Stichkabel verlaufen soll. Hierfür besteht die Möglichkeit, ein Stichkabel, ein Gruppenkabel (bekannt oder unbekannt) oder einen Kabelschrank zu wählen, wobei alle markierten Kabel den geplanten Kabelverlauf des Stichkabels beschreiben:

Wird ein (anderes) Stichkabel gewählt, so werden die Gruppenkabel, in denen dieses Stichkabel verläuft, als Kabelverlauf übernommen und markiert. Durch Anwählen eines markierten Gruppenkabels wird die Markierung aufgehoben, sodass es nicht mehr für den weiteren Kabelverlauf vorgesehen wird (der Kabelverlauf des gewählten Stichkabels bleibt hiervon unberührt)

Bei der Wahl eines (bekannten oder unbekannten) Gruppenkabels wird dieses markiert und somit für den Kabelverlauf des Stichkabels vorgesehen. Durch wiederholte Auswahl eines bereits markierten Gruppenkabels wird die Markierung aufgehoben, sodass es nicht mehr für den weiteren Kabelverlauf vorgesehen wird

Durch die Wahl eines Kabelschrankes besteht die Möglichkeit, ein neues (leeres, unbekanntes) Gruppenkabel zu erzeugen. Der weitere Ablauf entspricht in diesem Fall dem der Funktion Leeres Gruppenkabel einfügen.

Durch eine Leereingabe wird die Festlegung des weiteren Kabelverlaufs abgeschlossen

Die Verlegung des Stichkabels in einem gewählten Gruppenkabel wird unter folgenden Umständen zurückgewiesen:

Stich- und Gruppenkabel haben unterschiedliche Verseilung

Das Gruppenkabel beinhaltet bereits Adergruppen, die laut Aderausschlusstabelle nicht mit der Adergruppe des Stichkabels verlegt werden dürfen (in diesem Fall kann eine gemeinsame Verlegung nach einer  Bestätigung trotz des Aderausschlusses durchgeführt werden)

Ein gewähltes bekanntes Gruppenkabel muss zur Aufnahme der, durch das Stichkabel hinzugekommenen, Adern erweitert werden, es steht jedoch laut Kabelkatalog kein Kabel gleicher oder höherer Qualität zur Verfügung, um den neuen Aderbedarf abzudecken

Ein gewähltes bekanntes Gruppenkabel, welches als Bestandskabel markiert ist,  muss zur Aufnahme der durch das Stichkabel hinzugekommenen Adern erweitert werden, die zur Verfügung stehenden Adern reichen hierfür jedoch nicht aus

Nach Abschluss der Festlegung des weiteren Kabelverlaufs wird eine Dialogbox zur Bestimmung der Kabeltypen der unbekannten Gruppenkabel und des Stichkabels aufgeschaltet.

Bestimmung der Kabeltypen der unbekannten Gruppenkabel und des Stichkabels

Der Kabelverlauf vom zu verkabelnden Objekt bis (i.d.R.) zum Stellwerk wird aus bekannten Gruppenkabeln, unbekannten Gruppenkabeln und dem Stichkabel gebildet. Während die elektrischen Parameter der bekannten Gruppenkabel als konstant angenommen werden, sind die der unbekannten Gruppenkabel und die des Stichkabels durch die Möglichkeit der Kabelwahl variabel. In der aufgeschalteten Box besteht die Möglichkeit, eine Kombination aus Kabeltyp der unbekannten Gruppenkabel und Kabeltyp des Stichkabels zu wählen, die die elektrischen Vorgaben der Maximalwerte erfüllt und gleichzeitig die aus elektrischer Sicht "schlechtesten" (und damit wirtschaftlichsten) Kabel verwendet.